1. thinkSPAIN
  2. Informationen
  3. Kaufen in Spanien

Wo Sie in Spanien ein Ferienhaus kaufen können

9 min lesen

  1. Lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Spanien?
  2. Wie viel Eigenkapital brauchen Sie für den Kauf eines Ferienhauses in Spanien?
  3. Die besten Orte für den Kauf eines Ferienhauses in Spanien
  4. Wo ist die günstigste Küstenregion Spaniens für den Immobilienkauf?
  5. Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
  6. Ihr ideales Ferienhaus in Spanien finden

Spanien gehört seit Jahren zu den beliebtesten Ländern für Käufer von Ferienhäusern. Verlässlich viel Sonne, gute Flugverbindungen aus fast ganz Europa, eine breite Auswahl an Immobilientypen und ein gut etablierter Markt für internationale Käufer machen das Land zu einer praktischen und zugleich angenehmen Wahl. Die meisten Käufer fragen sich deshalb bald nicht mehr, ob sie in Spanien kaufen sollen, sondern wo.

Sonnige Terrasse mit Liegestühlen, Palme und Blick auf das Mittelmeer bei einem Ferienhaus in Spanien.
Eine sonnige Terrasse mit Meerblick: Solche Aussichten locken viele Ferienhauskäufer an die spanische Mittelmeerküste. Foto: Freepik

Die Antwort hängt davon ab, was Sie suchen. Die spanische Küste erstreckt sich über mehr als 8.000 Kilometer, von den lebhaften Urlaubsorten der Costa del Sol über die ruhigeren, ländlichen Abschnitte der Costa de la Luz bis zu den Kanarischen Inseln. Wenn Ihnen die verschiedenen Küstenregionen noch wenig vertraut sind, ist unser Leitfaden zu den spanischen Costas ein guter Ausgangspunkt. Jede Region hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Preisspanne und ihre eigenen Gepflogenheiten beim Kauf. Dieser Leitfaden stellt die etablierten Reiseziele für Ferienhauskäufer vor und beantwortet die praktischen Fragen, die Sie klären sollten, bevor Sie mit der Suche beginnen.

Lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Spanien?

Für viele Käufer ja, doch sollten Sie sich vorher darüber klar werden, wofür Sie die Immobilie kaufen. Ein Ferienhaus in Spanien kann viel persönliche Freude bereiten, eine verlässliche Auszeit in den kälteren Monaten bieten und, am richtigen Standort, die Möglichkeit eröffnen, Mieteinnahmen zu erzielen, wenn Sie es nicht selbst nutzen. Immobilien in den beliebtesten Küsten- und Inselregionen haben ihren Wert über lange Zeit gut gehalten. Ob sich der Kauf einer Immobilie in Spanien als Investition lohnt, hängt jedoch vor allem von Lage, Budget und Ihrer geplanten Nutzung ab.

Zugleich ist ein Ferienhaus eine erhebliche finanzielle Verpflichtung. Laufende Kosten, darunter die jährliche IBI (Grundsteuer), Gemeinschaftsgebühren, Versicherung und Instandhaltung, fallen an, ganz gleich, ob Sie die Immobilie nutzen oder nicht. Auch Nichtansässige müssen jährlich Einkommensteuer über das Modelo 210 entrichten, selbst wenn die Immobilie nicht offiziell vermietet wird. Wenn Sie vermieten möchten, benötigen Sie eine regionale Touristenlizenz. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach autonomer Gemeinschaft, und in einigen Gebieten gibt es Einschränkungen für neue Lizenzen. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf die Regeln für Ihre Region. Die finanziellen und rechtlichen Aspekte des Kaufs eines Zweitwohnsitzes in Spanien erklären wir ausführlich in einem separaten Leitfaden.

Wie viel Eigenkapital brauchen Sie für den Kauf eines Ferienhauses in Spanien?

Als nichtansässiger Käufer erhalten Sie von spanischen Banken in der Regel eine Finanzierung von 60 % bis 70 % des Kaufpreises oder des Schätzwerts der Immobilie, je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. Sie sollten daher mit einer Anzahlung von mindestens 30 % bis 40 % des Immobilienwerts rechnen, so Hypothekenspezialisten, die auf dem spanischen Markt tätig sind.

Zusätzlich zur Anzahlung fallen Kaufnebenkosten von etwa 10 % bis 12 % des Kaufpreises an. Darin enthalten sind die Grunderwerbsteuer (ITP), Notargebühren, Grundbuchgebühren und Anwaltshonorare. Bei Neubauten tritt an die Stelle der ITP die Mehrwertsteuer (IVA) von 10 % zuzüglich der Stempelsteuer (AJD). Der Gesamtbetrag fällt aber ähnlich hoch aus. Nichtansässige Käufer sollten daher vor Aufnahme eines Darlehens etwa 40 % bis 50 % des Gesamtkaufpreises als Eigenmittel einplanen.

Die besten Orte für den Kauf eines Ferienhauses in Spanien

Diese Regionen ziehen aus unterschiedlichen Gründen immer wieder die meisten internationalen Ferienhauskäufer an.

Costa del Sol — Andalusien

Die Costa del Sol ist nach wie vor der etablierteste Markt für Ferienhäuser in Spanien. Sie erstreckt sich entlang der Südküste der Provinz Málaga und bietet mehr Sonnentage im Jahr als fast jede andere Region auf dem europäischen Festland. Dazu kommen ausgezeichnete internationale Flugverbindungen über den Flughafen Málaga und eine sehr große Auswahl an Immobilien, von günstigen Wohnungen in Torremolinos und Estepona bis zu hochwertigen Villen in Marbella und Benahavís. Die Infrastruktur für internationale Käufer ist gut ausgebaut: Englischsprachige Anwälte, Makler und Hausverwalter sind weit verbreitet.

Einstiegswohnungen gibt es in Orten wie Fuengirola und Benalmádena zu erschwinglichen Preisen, während der westliche Küstenabschnitt rund um Marbella deutlich teurer ist. Wer eine gute Infrastruktur, ein lebendiges gesellschaftliches Leben und eine Immobilie sucht, die sich auch aus der Ferne unkompliziert verwalten lässt, findet an der Costa del Sol einen guten Ausgangspunkt für die Suche.

Costa Blanca — Valencianische Gemeinschaft

Die Costa Blanca ist die andere große Säule des spanischen Ferienhausmarktes. Sie zieht sich entlang der Küste von Alicante und gliedert sich in zwei deutlich unterschiedliche Gebiete. Der nördliche Abschnitt rund um Dénia, Jávea und Moraira ist ruhiger, grüner und eher auf Käufer ausgerichtet, die ein entspanntes Tempo und eine weniger bebaute Umgebung bevorzugen. Die südliche Costa Blanca mit Torrevieja und Orihuela Costa bietet dagegen einige der günstigsten Küstenimmobilien Spaniens und ist deshalb ein beliebter Einstieg für Erstkäufer.

Beide Gebiete sind über den Flughafen Alicante mit häufigen Verbindungen in ganz Europa angebunden, und die Region profitiert von einem der niedrigsten ITP-Sätze Spaniens. Die Costa Blanca ist einer der vielseitigsten Märkte des Landes, mit Angeboten für nahezu jedes Budget.

Balearische Inseln — Mallorca, Ibiza und Menorca

Die Balearischen Inseln nehmen auf dem Markt eine Sonderstellung ein. Immobilien hier, besonders auf Mallorca und Ibiza, liegen preislich deutlich über dem Festland. Grund dafür sind die Beliebtheit der Inseln, das begrenzte Angebot an Bauland und eine starke saisonale Nachfrage nach Mietobjekten. Käufer suchen hier in der Regel etwas Besonderes: eine Villa mit Meerblick, eine traditionelle Finca oder eine stilvolle Wohnung in der Altstadt von Palma. Menorca bietet innerhalb des Archipels eine ruhigere und günstigere Alternative und spricht besonders Käufer an, die unberührte Landschaften und eine weniger kommerzielle Umgebung bevorzugen.

Für Käufer mit höherem Budget, die langfristigen Wert und gutes Mietpotenzial suchen, bieten die Balearischen Inseln ein Leben auf der Insel, das sich in Europa kaum anderswo finden lässt.

Kanarische Inseln — Teneriffa, Lanzarote, Gran Canaria und Fuerteventura

Die Kanarischen Inseln bieten, was kein Festlandziel bieten kann: ganzjährig Sonne bei Durchschnittstemperaturen, die selbst im Winter selten unter 18 °C fallen. Das macht sie besonders attraktiv für Käufer, die in den kälteren Monaten längere Zeit dort verbringen möchten, oder für Käufer, die eine Immobilie suchen, die nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über Mieteinnahmen erzielen kann.

Teneriffa ist die am besten erschlossene und vielfältigste Insel mit einem Angebot von Ferienanlagen im Süden bis zu ruhigeren Wohngebieten im Norden. Lanzarote und Fuerteventura sprechen Käufer an, die von vulkanischen Landschaften und ihren Stränden angezogen werden. Gran Canaria verbindet die Ferieninfrastruktur von Maspalomas mit der kulturellen Vielfalt von Las Palmas. Wenn ganzjährige Nutzung für Sie im Vordergrund steht, sollten Sie die Kanarischen Inseln ernsthaft in Betracht ziehen.

Costa Brava — Katalonien

Die Costa Brava erstreckt sich entlang der katalanischen Küste nördlich von Barcelona. Sie umfasst zerklüftete Steilküsten, kleine Fischerdörfer und einige der eindrucksvollsten Küstenlandschaften Spaniens. Der Markt ist hier zurückhaltender als an der Costa del Sol oder der Costa Blanca. Immobilien werden hier eher wegen der Lage und der Qualität der Objekte gekauft als wegen des Angebots an Ferienanlagen, und die Käufer kommen häufiger aus Nordeuropa, insbesondere aus Frankreich, da die Region nahe der Grenze liegt.

Die Nähe zu Barcelona macht die Region besonders attraktiv für Käufer, die Zeit an der Küste mit Zeit in der Stadt verbinden möchten. Der Flughafen Girona bietet zudem gute Verbindungen in ganz Europa. Katalonien eignet sich für Käufer, die Charakter und Naturschönheit höher schätzen als touristische Infrastruktur.

Costa de la Luz — Andalusien

Für Käufer, die etwas Günstigeres und weniger Erschlossenes als die Costa del Sol suchen, bietet die Costa de la Luz entlang der Atlantikküste der Provinzen Huelva und Cádiz lange Sandstrände, eine ausgeprägte lokale Kultur und Immobilienpreise, die zu den erschwinglichsten an der spanischen Küste gehören. Orte wie Conil de la Frontera, Vejer de la Frontera und El Puerto de Santa María haben sich bei Käufern etabliert, die ein authentisches andalusisches Lebensgefühl suchen, ohne das Gedränge der bekannteren Urlaubsorte.

Hier gibt es weniger internationale Flugverbindungen, und die Phase mit verlässlich gutem Wetter fällt kürzer aus als am Mittelmeer. Für Käufer, die vom atlantischen Charakter der Region angezogen werden oder aus Nordeuropa mit dem Auto anreisen möchten, ist sie jedoch eine hervorragende und unterschätzte Option. Immobilien in ganz Andalusien, auch an der Costa de la Luz, decken eine breite Spanne an Budgets und Stilen ab.

Wo ist die günstigste Küstenregion Spaniens für den Immobilienkauf?

Die günstigsten Küstenimmobilien Spaniens finden sich regelmäßig im südlichen Teil der Costa Blanca, besonders rund um Torrevieja, Guardamar del Segura und Pilar de la Horadada. Auch in Teilen der Costa de la Luz und der Costa Cálida in Murcia sind die Preise niedrig. Diese Gebiete bieten einen direkten oder strandnahen Zugang zum Meer zu deutlich niedrigeren Preisen als die Costa del Sol, die Balearen oder der nördliche Teil der Costa Blanca. Einen breiteren Überblick, wo die Preise am niedrigsten sind, bietet der Leitfaden zu Spaniens günstigsten Küstenregionen.

Auch im Landesinneren Andalusiens und im Umland von Valencia sind die Preise sehr niedrig, wenn Sie keine Lage direkt am Meer oder in Strandnähe benötigen. Der Nachteil ist in all diesen Fällen meist eine geringere Nachfrage nach Mietobjekten und eine weniger ausgeprägte internationale Infrastruktur als in den etablierten Urlaubsgebieten.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

Ganz gleich, für welche Region Sie sich interessieren, auf diese praktischen Punkte kommt es beim Kauf eines Ferienhauses am meisten an:

  • Flugverbindungen: Wie gut ist die Immobilie von Ihrem Wohnort aus zu erreichen? Häufige und erschwingliche Flüge sind unerlässlich, wenn Sie die Immobilie regelmäßig nutzen möchten, und sie wirken sich direkt darauf aus, wie attraktiv die Immobilie für Mieter ist.
  • Vermietungsregeln: Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Anforderungen an die Touristenlizenz in Ihrer Region und Gemeinde. Die Regeln unterscheiden sich, und einige Gebiete haben sie in den vergangenen Jahren deutlich verschärft.
  • Hausverwaltung: Ein Ferienhaus braucht jemanden, der sich darum kümmert, wenn Sie nicht vor Ort sind. Planen Sie die Kosten eines örtlichen Hausverwalters ein, besonders auf den Inseln und an abgelegeneren Standorten.
  • Saisonalität: Küstengebiete auf dem Festland haben eine starke Sommersaison, aber ruhigere Winter. Die Kanarischen Inseln bieten dagegen ganzjährige Nachfrage. Überlegen Sie, wie sich dies sowohl auf Ihre persönliche Nutzung als auch auf Ihre Mietprognosen auswirkt.
  • Laufende Jahreskosten: IBI, Gemeinschaftsgebühren, Versicherung, Nebenkosten und Instandhaltung fallen unabhängig davon an, wie oft Sie die Immobilie nutzen. Berücksichtigen Sie diese Kosten in Ihrer gesamten Finanzplanung.
  • Rechtliche Prüfung (Due Diligence): Beauftragen Sie vor der Unterzeichnung eines Dokuments unbedingt einen unabhängigen spanischen Immobilienanwalt. Seine Aufgabe ist es, Ihre Interessen in jeder Phase der Transaktion zu schützen.

Ihr ideales Ferienhaus in Spanien finden

Sobald Sie die Region gefunden haben, die zu Ihren Bedürfnissen passt, prüfen Sie als Nächstes, was Ihr Budget hergibt. Sie können nach Lage, Immobilientyp und Preis filtern und Ihre Suchen ohne Registrierung speichern. Nutzen Sie unsere Immobiliensuche, um die passende Immobilie am richtigen Ort zu finden.

Ähnliche Themen

Teilen Sie dies mit anderen

Ähnliche Artikel

  1. thinkSPAIN
  2. Informationen
  3. Kaufen in Spanien
  4. Wo Sie in Spanien ein Ferienhaus kaufen können